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KdU-Miete bleibt stabil

Torgauer Zeitung vom 29. Mai 2009

von unserem Redakteur Sebastian Stöber

Nordsachsen (TZ). Die Marke, bis zu der die Kaltmiete für Hartz-IV-Empfänger angemessen ist, bleibt bei 4,09 Euro pro Quadratmeter. Der Kreisausschuss des Kreistags setzte am Mittwoch einem Vorstoß des Finanzausschusses ein Ende, der mehrheitlich eine Absenkung der Grenze auf 4 Euro vorgeschlagen hatte. Über die sogenannten Kosten der Unterkunft (KdU) erstattet der Landkreis Bedürftigen Nordsachsen Kaltmiete und Heizkosten. Der Kreis legt dabei fest, welche Beträge dafür angemessen sind.


Eine Datenerhebung habe ergeben, dass die Großvermieter im Schnitt 4,086 Euro Kaltmiete verlangten, so Landrat Michael Czupalla am Mittwoch. Eine Absenkung sei also schwer machbar. Zudem sei mit einer Reihe von Klagen der Betroffenen KdU-Haushalte zu rechnen, was Kosten produzieren würde, die die Einsparungen durch die Absenkung übertreffen würden, argumentierte der Landrat für die Beibehaltung der bisherigen Regelung. Der Kreisausschuss stimmte dem mehrheitlich zu. Die Befragung der Vermieter zeige, dass sich diese an der Vorgabe des Kreises orientierten und dies auch bei niedrigeren Werten tun würden, sagte Bernd Biedermann (FDP). Er und Fraktionskollege Gotthard Deuse stimmten nicht zu.

 

27.05.2010